Neustadt – Bei der Brandübung im Wohnheim Schneeren trainierten am 9. September rund 150 Einsatzkräfte Menschenrettung, Atemschutz und Drehleitereinsatz.
Große Alarmübung in Schneeren am Mittwochabend
Am Mittwochabend, 9. September, haben rund 150 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren in Schneeren eine groß angelegte Alarmübung absolviert. Schauplatz war ein Wohnheim am Steinhorstweg. Angenommen wurde ein Brand im zweiten Obergeschoss nach Auslösung der Brandmeldeanlage.
Das Wichtigste in Kürze
- Rund 150 Feuerwehrleute übten am 9. September in Schneeren den Ernstfall.
- Ausgangslage war ein Brand im zweiten Obergeschoss eines Wohnheims am Steinhorstweg.
- Mehrere Einheiten trainierten Menschenrettung, Drehleitereinsatz und Atemschutzkoordination.
Rauch im zweiten Obergeschoss und Alarmstufe erhöht
Die zuerst eintreffenden Kräfte stellten eine starke Rauchentwicklung im hinteren Bereich des zweiten Obergeschosses fest. Im weiteren Verlauf ging die Übung davon aus, dass sich das Feuer auf das Hauptgebäude ausbreitet. Daraufhin wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte wurden nach Schneeren geschickt.
Die Feuerwehr leitete eine simulierte Brandbekämpfung und die Rettung der Bewohner ein. Nach der Lage konnten vier Bewohner das Gebäude nicht selbst verlassen. Mehrere Trupps drangen unter Atemschutz in das stark verrauchte Haus vor und brachten Rettungsdummys sowie Lagedarsteller nach draußen.
Zusammenarbeit der Feuerwehren in Neustadt a. Rbge.
Auch die Drehleiter der Feuerwehr Neustadt wurde eingesetzt. Im vorderen Gebäudebereich wurde damit die Brandbekämpfung im Dachbereich geübt. So konnten die Einsatzkräfte unterschiedliche Zugangs- und Rettungswege durchspielen.
Für die vielen Atemschutzgeräteträger richtete die Feuerwehr Suttorf eine Atemschutzsammelstelle ein. Die Feuerwehr Dudensen baute außerdem einen Bereich für die Einsatzstellenhygiene auf. Das ist nach Einsätzen unter Atemschutz wichtig, damit Brandrauch und Schadstoffe nicht weitergetragen werden.
Wohnheim räumt frühzeitig, Bewohner könnten verlegt werden
Bereits nach dem Auslösen der Brandmeldeanlage hatten die Mitarbeitenden des Wohnheims mit der Räumung begonnen. Die Bewohner wurden zügig aus dem Gebäude gebracht. Für den Fall eines echten Brandes organisierte die Feuerwehr zudem Fahrzeuge, mit denen die Bewohner in eine nahegelegene Sporthalle hätten gebracht werden können.
Eine besondere Rolle spielte die Übung auch wegen eines realen Feuers im Juli an demselben Wohnheim. Die jetzige Alarmübung war aber schon lange vorher geplant worden. Die Übung in Schneeren sollte vor allem zeigen, wie gut die Abläufe bei einem größeren Schadensereignis funktionieren.
Positive Bilanz nach der Alarmübung in Schneeren
Heimleiter Gero Hahn, der die Übung vor Ort verfolgte, zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Er sei sehr froh und dankbar darüber, dass die Mitarbeitenden des Wohnheims die Bewohner schnell evakuiert hätten. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Einsatzkräften für ihr großes Engagement und die gute Zusammenarbeit.
Oli Gerholz, Leiter der Einsatzleitung Ort (ELO) sowie Planer und Leiter der Übung, zog ebenfalls ein positives Fazit. Es habe viele Punkte gegeben, die sehr gut funktioniert hätten. Gleichzeitig seien während der Übung auch einige Stellschrauben sichtbar geworden, an denen nun gearbeitet werden müsse, um für zukünftige Einsätze noch besser aufgestellt zu sein. Besonders die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und den Mitarbeitenden des Wohnheims habe gut funktioniert, zudem seien alle festgelegten Übungsziele erreicht worden.
















