Johanniter-Stauhelfer sind wieder einsatzbereit: Saisonstart der Motorradstaffeln in Niedersachsen/Bremen

Foto: Picdrop/Johanniter

Neustadt – Die Johanniter-Stauhelfer in Niedersachsen und Bremen starten zum 1. April in die Saison und sind wieder auf Niedersachsens Autobahnen im Einsatz.

Hatte sich der Saisonstart im vergangenen Jahr bis Ende Mai coronabedingt verzögert, sind die Rettenden auf zwei Rädern jetzt zu Ostern wieder einsatzbereit. Die Pandemieerfahrungen des vergangenen Jahres und engmaschige Hygienekonzepte ermöglichen den pünktlichen Saisonstart. Eigens für die Stauhelfer haben die Johanniter ein Hygienekonzept entwickelt, das die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Menschen in ihren Autos gewährleistet und die Vorgaben der Institutionen erfüllt.

„Wir gehen aufgrund der aktuellen Pandemielage nicht von Reiseverkehr zu Ostern aus. Aber im Fall der Fälle sind wir vorbereitet“, sagt Thorsten Renken, Landeskoordinator Motorradstaffel/Stauhilfe bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im Landesverband Niedersachsen/Bremen.

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Die rund 70 Johanniter-Stauhelferinnen und -helfer sind in sieben Staffeln aus den Verbänden Ahlhorn, Aller-Leine, Bremen-Verden, Hildesheim, Northeim, Salzgitter und Hannover zwischen den Oster- und den Herbstferien auf den Autobahnen unterwegs. 2020 haben die ehrenamtlichen Stauhelfer im Landesverband Niedersachsen/Bremen 91.936 Kilometer auf den niedersächsischen Autobahnen zurückgelegt. Im Rahmen von 746 Einsätzen leisteten die Helfer 2.873 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

Gerade in Urlaubszeiten häufen sich Unfälle, und es kommt vermehrt zu Staus. Gerade wenn in diesen Situationen der Weg für Rettungskräfte an den Unfallort durch ein Fehlen einer Rettungsgasse erschwert wird, sind die Stauhelfer auf ihren wendigen Maschinen gefragt.

Die Retter sichern unter anderem Unfallstellen oder Liegenbleiber ab und leisten Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst oder Pannenservice eintrifft. Die Einsätze der Stauhelfer sind für die versorgten Personen, für die Kommunen und für die Polizei kostenfrei. Die Ausstattung der Fahrer, das technische und medizinische Material sowie die Instandhaltung und Kraftstoffe der Motorräder werden über Spenden finanziert.

Der ADAC Niedersachsen etwa unterstützt die Johanniter-Stauhelfer bereits seit Jahren – finanziell und durch Fahrsicherheitstrainings.

Zudem stellt der Automobilclub in diesem Jahr am Johanniter-Standort Hildesheim ein Ersatzmotorrad zur Verfügung.

„Erneut freie Autobahnen statt langer Staus am Gründonnerstag – bereits zum zweiten Mal durchkreuzt die Pandemie Reisepläne und Familienbesuche und sorgt für eher ruhige Ostertage auf den Straßen in Niedersachsen. Wer doch unterwegs ist, kann sich in bewährter

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Form auf die Stauhelfer verlassen, und spätestens im Sommer stehen sie hoffentlich wieder mehr Autoreisenden mit Rat, Tat und schneller Hilfe zur Seite. Mit unseren Sicherheitstrainings wollen wir dazu beitragen, dass die Teams sicher durch die Saison kommen“, so Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Clubdienste im ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Spenden für die ehrenamtliche Arbeit der Johanniter-Stauhelfer sind unter dem Stichwort „Stauhelfer“ über folgendes Spendenkonto möglich: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., IBAN: DE98 3702 0500 0004 3100 18, BIC: BFSWDE33XXX, Stichwort: Stauhelfer

NCN/ds